Der Engel der Erleuchtung 2

geschrieben von Steven Black

MA = Meister Anton

EE = Engel der Erleuchtung

EM = Engel des Mitgefühls

Fortsetzung ..

MA: “Ich bin nicht dein Freund und falls du nun versuchst, mir weiszumachen, das meine Erleuchtungserfahrung ein Irrtum oder falsch wäre, strengst du dich umsonst an.”

EE: “Warum sollte ich das tun? Nichts an deiner Erleuchtung ist oder war falsch – daran gibt es nichts auszusetzen. Es geht hier nicht um das Wissen, die Weisheit oder die Erkenntnisse von Meister Anton  – das ist ne völlig legitime Erfahrung. Aber deine persönlichen Rückschlüsse dazu, deine Bewertungen darüber, die müssen wir uns kurz anschauen.” 

MA: “Was soll ich mir da anschauen? Ich weiß ganz genau, dass das alles korrekt ist und du wirst mich nicht vom Gegenteil überzeugen können.”

Der Engel der Erleuchtung boxte einige Male in den Sandsack und sagte:

“Was du nicht sagst, mein Freund. Wie wäre es damit – lass uns mit der Aussage beginnen, wonach die Erleuchtung angeblich nicht gemacht werden könnte.”

Nun war es an Anton, zu grinsen. Auf dieser Ebene gab es nichts, was irgendjemand ihm erzählen könnte. Er wusste, bis zum Kern seines Wesens hinein. Auf diesen Schlagabtausch freute es sich, also sagte er:

“Na schön, dann fang mal an.”

EE: “Während du glaubst, die Erleuchtung könne nicht aktiv herbeigeführt werden, kann ich dir sagen, dass DU sie perfekt und erfolgreich aktiv herbeigeführt hast. Was denkst du, was hat es mit dir gemacht, als junger Mensch den Tod deiner Mutter zu erleben, im Auto alleine eingeklemmt zu sein und einen Vater zu sehen, der vor Gram erkaltete und verbittert wurde und als Folge davon, nicht mehr für dich und deine Bedürfnisse erreichbar war? Oder dein Spießrutenlaufen und das Mobbing im Waisenhaus? Diese Erlebnisse haben dein junges Selbst extrem erschüttert, sodass du nicht in der Lage warst, eine allzu feste oder rigide menschliche Identität zu entwickeln.

Es gibt gewisse Schutzvorrichtungen oder auch Layers genannt, in deinem Energiefeld, die eigentlich dafür sorgen sollen, dass du dich NUR als diese menschliche Persönlichkeit erlebst. Deine schmerzhaften Erfahrungen haben diese Schutzvorrichtungen förmlich aufgerissen, aus diesem Grunde war es dir nicht möglich, wie alle anderen um dich herum, eine stabile Persönlichkeit zu entwickeln. Du denkst jetzt vielleicht noch, dass das alles nur dummer Zufall oder Unglück war, aber ich kann dir versichern, das war absichtlich von dir selbst so gewählt – bevor du inkarniert bist. Abgesehen davon möchte ich hinzufügen, gegen meine ausdrückliche Empfehlung.

Du hast zwar nicht entschieden, in einen Autounfall verwickelt zu werden – jede Gelegenheit, die traumatisch wirken würde, hätte dasselbe Resultat gehabt. Dieser Autounfall war einfach nur die passende Gelegenheit, die du ergriffen hast – wenn auch nicht bewusst, als Mensch. Du hattest dich für den Weg entschieden, dich bewusst einem schwierigen Trauma auszusetzen, als eine Schnellstraße zur Erleuchtung. Das war unglaublich mutig und auch verwegen. Es ersparte dir Jahre daran zu arbeiten, die rigide, fest umrissene Persönlichkeit zu durchbohren. Und es schenkte dir eine Erleuchtungserfahrung, die mehr Tiefe hatte, als wenn es auf dem “normalen Weg” passiert wäre. Aber zu dem Preis, keine stabile Persönlichkeit entwickelt zu haben, wodurch du extreme Probleme bekommen hast, um die Erleuchtung richtig zu integrieren.

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Wenn du nämlich erst gar keine feste Identität entwickelst, ist es natürlich sehr viel leichter herauszufinden, wie die Dinge im Bewusstsein funktionieren. Und zu verstehen, wie eine menschliche Persönlichkeit entsteht. Logischerweise erkennst du dann, dass du anders bist und verbringst naturgemäß viel Energie und Zeit darauf, um zu begreifen, warum dies so ist. Diese Auseinandersetzung schenkt dir dann das Wissen und die direkte Erfahrung, zwar eine menschliche Person zu sein, dennoch aber nicht vollkommen darin absorbiert zu sein. Ein solches Trauma ist Geschenk und Last gleichzeitig. Das heißt, kann Geschenk sein – wenn man sich intensiv damit auseinandersetzt und sich nicht einfach nur selber schrecklich leid tut.

Und vergiss nicht deine unzähligen Stunden, die du in deine Meditationspraxis reingebuttert hast. Alle Dinge zusammen ergaben einen kumulierenden Effekt, der letztendlich deine Erleuchtung auslöste. Also ist zu sagen – du hast also sehr, sehr viel dazu beigetragen, dass deine Erleuchtung passierte. Eine Garantie gab es dafür nicht, die gibt es nie – geschafft hast du es dennoch. Sie ist nicht “einfach so passiert”, lieber Freund. Nichts passiert “einfach so.”  

MA: “Ich bin nicht wirklich überzeugt, aber meinetwegen. Dann ist das eben so und ich würde jederzeit diese Illusion von Schmerz, gegen die Reinheit der Wahrheit tauschen.” 

EE: “ Eine Illusion, so so. DU hast es doch hautnah erlebt, oder nicht? Hast du etwa nicht den Verlust gefühlt, als deine Mutter starb? Bist du nicht tagelang alleine in deinem Zimmer gewesen und hast geweint? Bist du etwa nicht einsam und verzweifelt gewesen, weil dir dein Vater kaum Beachtung schenkte, weil er in seinem eigenen Leid erstickte? Hast du nicht Angst vor Menschen entwickelt, weil du im Waisenhaus gemobbt wurdest? Oder hast du kein Glück erfahren, als du dich verliebt hast? Und war die Trennung danach etwa nicht extrem schmerzhaft? Willst du mir sagen, das war nicht passiert und du hast nichts davon gefühlt?”

Anton fühlte plötzlich das ganze Gewicht seiner Traurigkeit und seines Schmerzes, den er in seiner Jugend tragen musste. Den er eigentlich sein ganzes Leben lang getragen hatte. Nirgends hatte er sich zugehörig gefühlt, überall stand er Abseits. Aber, erinnerte er sich selbst – du hast das gemeistert und deinen Schmerz bezeugt, sobald er wieder hervorkam. Und wenn dies der Preis war, den er anscheinend zu zahlen hatte für seine Erleuchtungserfahrung – so sei es denn. Es spielte keine Rolle. Das war auch die Antwort, die er zu geben hatte:

MA: “Doch, für mein menschliches Ego ist das so gewesen. Das ist seine Geschichte gewesen, die es sich selbst erzählt hatte. Ich will nicht abstreiten, dass dies eine schwierige Zeit gewesen ist. Aber ich habe dann irgendwann erkannt, dass dieses Ego eben illusionärer Natur ist. Wie eben jede Form von menschlicher Identität – sie existiert nicht wirklich, sie ist nur eine Geschichte.

EE: “Aber eine, die DU lebst! Du, ganz persönlich. Es gibt KEIN EGO, was quasi anstatt dir diese Erfahrung macht. “Das Ego” ist lediglich eine Metapher, die beschreiben soll, dass verschiedenste Persönlichkeitsanteile nicht im Einklang sind. Ein Begriff für Verhaltensweisen, die eigentlich unvereinbar mit anderen Persönlichkeitsanteilen sind. Und daher gibt es auch kein Ego, das irgendwie der Feind eines imaginären “wirklichen selbst” wäre. Es gibt NUR dich, die Seele Anton.

Als diese Seele inkarnierst du in einen menschlichen Körper, der ebenfalls eine Erweiterung deiner Seele ist. Du erlebst von Kind an diverse Prägungen kultureller, soziologischer und psychologischer Art. Abhängig von dem Land wo du geboren wurdest, abhängig vom jeweiligen gesellschaftlichen Sittenbild und was deine Eltern dir beibringen. Zwischen 15 und 20 ist diese menschliche Persönlichkeit geprägt, welche als ein Vehikel für deine Seele dient, um sich ausdrücken zu können. DU bist dann diese menschliche Persönlichkeit, die fühlt, denkt und einen Körper hat. Und niemand anderer erlebt das, außer dir. Du bist dieses sogenannte Ego, du bist alle deine Persönlichkeitsanteile. Du bist der Mensch, voller innerer Widersprüche, Konflikte und trotzdem die Seele. Das fleischgewordene paradox.”   

Anton fühlte Ärger in sich aufsteigen. Dieses Wesen wollte ihn tatsächlich zum Narren halten!

MA: “Das ist eine Lüge! Ich bin nicht mein Körper, ich bin nicht meine Gefühle und auch nicht meine Gedanken. Ich mag welche haben, aber ich bin das nicht. Ich bin das göttliche Selbst, welches einfach die Illusion lebte, das nicht zu sein. Warum auch immer. Und ich begreife nach wie vor nicht, für was es gut sein sollte – denn es ergibt keinen Sinn. Aber belehre mich nicht mit Lügen!”

EE: “Tut mir leid, mein Freund. Aber das ist die Wahrheit. Ich kann wirklich sehr gut verstehen, wie es zu dieser Ansicht gekommen ist, dass man nicht sein Körper, seine Gefühle oder Gedanken wäre. Aber denkst du wirklich, die Quelle allen Lebens, Gott oder wie du es nennst, Brahman, könnte nicht Fühlen, könnte nicht Denken? Was für eine göttliche Quelle wäre es, könnte sie das nicht? Meinst du etwa, sie hätte sich einfach nichts dabei gedacht, bei der Erschaffung dieses Universums? Oder sie habe keine Begeisterung, keine Freude, keine Erregung dabei empfunden? Sicher, es mag nicht dieselbe Art von Fühlen oder Denken sein, wie es als Mensch erlebt wird. Trotzdem ist da eine Entsprechung. Warum glaubst du, kannst du überhaupt Fühlen und Denken?

Die Quelle allen Seins besitzt unglaublich vielfältige, nicht quantifizierbare, nicht begrenzbare und absolut komplexe Ebenen von Frequenzspektren. Fühlen und Denkern sind letzten Endes nichts anderes als Frequenzen. In der menschlichen Existenz werden diese Frequenzen als emotionale und mentale Bewegungen wahrgenommen. Da du als Mensch einen physischen Körper hast, kommen dabei chemische und neurologische Aktivitäten zum Ausdruck, welche das Fühlen und Denken begleiten.

Deine Aussage, dass man nicht sein Körper, seine Gefühle oder Gedanken wäre, ist nur innerhalb eines bestimmten Kontextes wertvoll oder zumindest hilfreich. Nämlich dann, wenn du dich zu sehr von einem emotionalen Zustand “gefangen nehmen” lässt. Wenn du beispielsweise depressiv bist und du dann glaubst, du wärst NUR mehr dieser depressive Mensch. Wenn du also mit einer bestimmten Erfahrung extrem identifiziert bist, kann die Erkenntnis, dass du auch vieles anderes bist und NICHT NUR das, hilfreich sein.

Aber was erlebt wird, ist echt, mein Freund. Die Erfahrung an sich ist immer real. Du kannst natürlich versuchen es eine Illusion zu nennen oder eine Erfahrung deines Egos, die nichts mit dir zu tun hätte. Ist dann jedoch nichts anderes als eine Flucht- und Abwehrbewegung, wenn diese Erkenntnis dafür benutzt wird, um bestimmte Erfahrungen, die vielleicht zu intensiv waren von sich abzugrenzen oder abzuwerten. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass es dir ganz persönlich passiert ist. Und da kannst du “bezeugen”, bis du blau anläufst, das ändert überhaupt nichts. Emotion ist eine primäre Erfahrung, die als Reaktion auf deine jeweiligen Überzeugungen und Bewertungen auftritt.

Deine Gefühle sind DEINE Gefühle, deine Gedanken sind deine Gedanken und dein Körper ist dein Körper. Wirkliches “bezeugen” wäre, die Gefühle – so schwierig sie auch sein mögen – anzunehmen und zu akzeptieren. Deine Version von “bezeugen” war eine Technik, um intensive und unliebsame Emotionen von dir wegzuhalten. Du hast dein Bewusstsein dafür benutzt, um Distanz dazu aufzubauen. Wohingegen wirkliches “bezeugen” sie nah heranlässt. Wo man jeden verdammten Millimeter, jedes noch so schwierigen Gefühls in sich aufnimmt und verdaut. Aber das ist ein Thema, welches die gesamte Spezies Mensch noch nicht wirklich gemeistert hat.

Emotionen sind immer eine Reaktion auf die eigenen Überzeugungen, die sich aufgrund vorheriger Erlebnisse und Erfahrungen bilden. Sie definieren natürlich nicht, wer oder was du bist, sie zeigen dir jedoch sehr deutlich, was du über die Dinge glaubst – manchmal zu Recht, manchmal nicht. In diesem Sinne sind sie wichtige und wertvolle Bausteine, welche die menschliche Entwicklung vorantreiben.”

Anton fühlte bei diesen Worten ein Unbehagen und ein Gefühl von Unzulänglichkeit in sich aufsteigen. Aber auch Wut. Wie konnte dieses Wesen es wagen, so mit ihm zu reden. Engel oder nicht .. 

MA: “Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann sagst du im Grunde, dass ich ein Idiot bin, der alles falsch verstanden hat. Wer gibt dir eigentlich das Recht, mich auf solch eine Art zu kritisieren? Und ich kann dir gleich sagen, dass mich das kaltlässt.”

Plötzlich sprang das Mickey Maus Bild vom Sandsack herunter und wurde eine dreidimensional wahrnehmbare Mickey Maus. Mit vergnügt blitzenden Augen sah sie den Engel der Erleuchtung an und sagte: “Herrje, der Kerl ist echt ne heiße Nummer.”

Der Engel der Erleuchtung nickte versonnen und meinte: “Du hast ja keine Ahnung!”

Bildergebnis für mickey maus kiffenDaraufhin zog die Mickey Maus einen Joint hervor, nahm einen tiefen Zug, blies befriedigt den Rauch aus und meinte: “Eigentlich würd ich gerne was von dem Zeug haben, das er so raucht ..”

Nun brach es aus Anton heraus: “Hör endlich mit diesem verdammten Theater auf. Ich weiß zwar nicht, wie du das mit dieser Mickey Maus Imitation machst. Aber das zeigt mir ziemlich genau, dass du sicher kein Engel bist – und deine Intentionen, was immer du auch vorgibst, mir nicht gut gesonnen sind”.

Der Engel der Erleuchtung nickte einfach nur in Richtung Mickey Maus, woraufhin sie leicht verblasste und sich in etwas anderes verwandelte. Etwas anderes, dass sehr viel größer zu sein schien. Mit einer sich immer mehr ausdehnenden Präsenz, die Anton das Gefühl verschaffte, dass sein innerster Kern penetriert würde. 

EE: ”Anton, ich möchte dir einen lieben Freund vorstellen, den ich um Unterstützung gebeten habe. Dies ist der Engel des Mitgefühls. Er hat, wie du bereits festgestellt hast, einen etwas schrägen Sinn für Humor. Aber vermutlich ist niemand besser geeignet, um dir bei den nächsten Schritten zur Seite zu stehen.”

MA: “Denkst du, ich bin total bescheuert? Zuerst ein Engel der Erleuchtung, eine kiffende Comicfigur und jetzt ein Engel des Mitgefühls? Was kommt als nächstes, fliegende Elefanten?”

Die Kulisse des Boxringes verschwand und erneut erschien die grüne Seekulisse, doch nun waren zwei Bänke da, anstatt einer. Ohne auf Antons Ausbruch einzugehen, sagte der Engel der Erleuchtung: “Wann immer du das Bedürfnis hast dich hinzusetzen, Platz ist da.” Er nickte zu den Bänken hin. “Lass es uns bequem machen.”  

Dann blickte er den Engel des Mitgefühls an und meinte: “Du bist dran.”

Auch der Engel des Mitgefühls hatte eine androgyne Gestalt, aber bei ihm überwog die männliche Seite. Und während der Engel der Erleuchtung von einem pulsierend weißen Licht umspielt wurde, emittierte der Engel des Mitgefühls ein tiefes schwarzes Licht, welches mit Gold durchzogen war. Nur indem er seine Aufmerksamkeit auf Anton richtete, fühlte sich Anton bereits unwohl. Diese dunkle Wesenheit fühlte sich wie eine starke Bedrohung für Anton an.

EM: “Hmmm. Wo waren wir gleich stehen geblieben? Ach, richtig. Du wolltest meinem Freund grade weismachen, dass deine Gefühle, deine Gedanken und dein Körper eine reine Einbildung, eine Illusion wären. Sag mir, lieber Freund, ist es dann auch eine Illusion, dass du dich von seinen Erklärungen kritisiert fühltest? Sind dein Unbehagen, dass du fühlst oder dieses nagende Gefühl von Unzulänglichkeit auch Illusionen? Wer denkst du, fühlt sich unbehaglich oder kritisiert? Niemand? Denkst du tatsächlich, das wären Täuschungen deiner Wahrnehmung?”

MA: “Aber in meiner Erleuchtung ..”         

EM: “Mein lieber, ich bin nicht interessiert an deinen Erkenntnissen von der Erleuchtung. Absolut überhaupt nicht. Ich bin an ganz was anderem interessiert, etwas viel wichtigerem und wertvollerem. Ich will wissen, wie sich die Dinge für dich angefühlt haben. Und ich will es ganz genau wissen ..”

Anton fühlte sich, als ob er keine Luft mehr bekäme. Was keinen Sinn machte, weil er wusste, dass er keinen Körper mehr hatte. Das änderte leider nicht die Tatsache, dass in ihm alles eng wurde. Geradezu klaustrophobisch eng ..

Der Engel des Mitgefühls dehnte seine Präsenz aus und füllte vollständig den gesamten Raum, den Anton wahrnehmen konnte. Es gab nichts anderes mehr, nur dieses eine Wesen. Alles war verschwunden, der Engel der Erleuchtung, die Bänke und die Seelandschaft. Er wollte einfach nur weg von dieser furchteinflößenden Wesenheit. Diesem tiefen, alles umfassenden Schwarz  – aber es gab kein entkommen. 

Und dann sprach der Engel:

“Fürchte dich nicht, mein Freund. Ich will dir nur helfen, deine Gefühle wirklich zu “bezeugen”.

Der Engel des Mitgefühls sprach noch weiter, aber Anton konnte ich nicht mehr hören. Sein Bewusstsein wurde fortgerissen, an den Ort seiner verdrängten Schrecken. Er wurde geflutet von unbeschreiblicher Einsamkeit, namenloser Sinnlosigkeit und tiefer Isolation. Der Lebensfilm, den ihm der Engel der Erleuchtung gezeigt hatte, war eine Sache. Aber das hier war etwas völlig anderes. Anton durchlebte buchstäblich jede Sekunde seiner Erfahrung erneut, aber diesmal ohne Bilder – es war eine reine, pure Fühlerfahrung.

Kein Film hätte jemals auch nur annähernd eine solche Gewalt entfalten können. Nichts anderes hätte eine so ungeschminkte, gnadenlose Wahrheit zutage fördern können. Jeder Schrecken, jede erfahrene Freude, durchflutete ihn. Hier gab es keine Möglichkeit mehr zur Flucht. Da war sie, die Wahrheit. Der ganze wirkliche Horror, dem er in der menschlichen Existenz begegnet war.

Anton war an einem Ort des Krieges und vielfältiger Konflikte. Und er begriff, dass er selbst das Zentrum dieses Ortes war. Ein Sturm ungeheuren Ausmaßes wütete in ihm, eine emotionale Welle nach der anderen brandete an die Klippen seines Bewusstseins und an seinem Ufer erbrachen sich Ohnmacht, Hilflosigkeit, Verlassenheit, Traurigkeit, Verlorenheit, Wut und Bedeutungslosigkeit. Von allen Seiten prasselten die Wellen des Schmerzes auf Anton ein. Er versuchte mit aller Kraft, sich den Wellen entgegenzustemmen – umsonst. In einem letzten Akt des Aufbäumens stieß er einen Schrei der Verzweiflung aus.

Und dann zerbrach er.           

Dieser rohen Kraft von unzähligen Emotionen konnte niemand entfliehen. Anton gab einfach auf und ließ die Kaskaden von Schmerz in ihm zu. Ließ sich von ihnen aufnehmen und von den Wellen fortspülen. Es spielte keine Rolle mehr – er wusste, dies war der wirkliche Tod. Alles andere war nur ein feuchter Traum gewesen, in der Hoffnung geträumt, dem allem entkommen zu können. Und dann weinte er, Anton weinte hemmungslos. Es gab keine Tränen, es war eine reine emotionale Welle aus sich selbst heraus. Dies hielt eine lange Zeit an und Anton weinte um all die Dinge, über die er als Mensch nie weinen konnte. Nach einiger Zeit wurde er sich bewusst, dass der Sturm in ihm abgeebbt war und einer durchdringenden Stille Platz machte. 

Nun kam inmitten der Stille eine neue Welle auf. Sanft, aber mit großer Kraft, drang sie in jede Ebene von Antons Bewusstsein. Er wurde durchflutet von einem Mitgefühl, das so bedingungslos, so allumfassend liebend und nährend war, dass Anton eine noch nie erlebte, totale Wertschätzung seiner Selbst erfuhr. Eine Erfahrung perfekter Geborgenheit und vollkommener Annahme. Es war unmöglich, dies als unpersönlich zu sehen. Er war hier gemeint, in seiner Identität, in seinem ganzen Sein. Aus Antons Bewusstsein entströmte eine tiefe Dankbarkeit, für dieses Geschenk der Gnade, gegeben vom Engel des Mitgefühls.

Plötzlich strömten neue Wellen von Mitgefühl durch Anton. Aber diese waren irgendwie anders. Und Anton empfand ein großes Glücksgefühl, als er den Unterschied erkannte. Dieses Mitgefühl kam aus ihm selbst, es kam nicht von jemand anderem. Mitgefühl für den Anton, der im Auto eingeklemmt war. Für den Anton, der im Waisenhaus gehänselt wurde und der seine Mutter zu früh verlor. Er konnte Mitgefühl für all seine Gefühle von Verlust, Isolation, Schmerz und Leid aufbringen.

Wie geil war das denn? Er konnte sich selbst geben, was er von anderen nie bekommen hatte!

Eine neue Stimme sagte jetzt leise: “Du bist nicht deine Gefühle, du bist nicht deine Gedanken oder dein Körper.”

Sie kam Anton bekannt vor, diese neue Stimme – fast schon vertraut.

Doch nun widersprach Anton und sagte: “Nein, dies war eine Lüge, ich habe das jetzt verstanden.”

“Nein, es war keine Lüge – es ist vollkommen richtig. Was nicht richtig war, ist deine Interpretation davon gewesen. Du hast diese Erkenntnis wörtlich genommen, dabei soll es lediglich ausdrücken, dass weder Gefühle, Gedanken oder dein Körper, den Kern deines Wesens definieren. Diese Erkenntnis ist hilfreich in der menschlichen Existenz, wo natürlich die Tendenz besteht, sich zu sehr mit Körper, Gedanken und Gefühlen zu identifizieren. Das ist ein schwieriger Balanceakt, der ab einer bestimmten Stufe des Bewusstseins gemeistert werden will. Als Mensch kann man nicht anders, als seinen Körper ernst zu nehmen. Ebenso, was man fühlt und denkt, als wichtige Quellen zu betrachten.

Wenn man das nämlich nicht tut, wenn man wählt, sich nicht damit auseinanderzusetzen, wird das mehr Leid erzeugen als alles andere. Das größte Leid geschieht durch eine Missachtung von sich selbst. Und wenn du deine Gefühle missachtest, missachtest du dich selbst.

Emotionen haben immer eine Bedeutung. Sie reflektieren einem, wie man sich mit den Dingen, Umständen oder anderen Personen fühlt. Gedanken sind notwendig, um diese Gefühle einzuordnen und um die Bedeutung davon zu entschlüsseln. Diese Bedeutung wird notwendigerweise nicht immer korrekt sein, aber es ist eine, die DU dem gibst. Du machst die Zuordnung, du gibst die Definition der Bedeutung. Deine Emotionen sind eine Reaktion auf jene Bedeutungen, die zu Überzeugungen wurden.“

Emotionen kommen nicht aus dem Nichts, einfach so – sie sind Reflexionen der eigenen Bedeutungsachse, die du dem Leben gibst.

“Hm, irgendwie macht das schon ein bisschen Sinn”, meinte Anton.

Die neue Stimme gluckste freundlich. “Ja, mein Freund, das tut es tatsächlich.”

“Aber was ich dann nicht verstehe: Was ist dann die Bedeutung für meine Erleuchtungserfahrung gewesen? Immerhin war dies eine so umfassend erhellende, alles erklärende Erfahrung gewesen, die dem allem hier ziemlich widerspricht, was ich grade gelernt habe. War sie falsch, war das die wirkliche Illusion?”

“Mein lieber Freund, das ist etwas, das du besser den Engel der Erleuchtung fragen solltest. Er kann diese Frage weit umfassender als ich beantworten. Aber so viel kann ich dir sagen:

Deine Erleuchtungserfahrung hat dir Zugang an einem Ort der Quelle geschenkt, der tatsächlich still und ohne irgendeine Bewegung ist. Einer Frequenzebene, die man am ehesten mit dem wohligen Schnurren einer Katze vergleichen könnte. Das hat dich zu dem Rückschluss verführt, das wäre alles, was es darüber zu Wissen gäbe. Aber das ist eben nur eine Ebene von unglaublich vielen. Die Quelle der Existenz ist ALLES was ist – Stille und Bewegung, Expansion und Kontraktion, Aufbau und Zerstörung. Ebenso wie Formlosigkeit und Form.

Du hast Zugang bekommen zu einer Erkenntnis, die einer Wahrheit entspricht. Du hast es – “da gibt es ja niemanden” genannt. In einem bestimmten Kontext gesehen ist das völlig korrekt. Es gibt niemanden, außer die eine umfassende Quelle von ALLEM WAS IST. Es gibt niemandem außer ihr, was aber auch bedeutet, sie kann sich selbst nicht durch ANDERE erfahren. Aber deswegen sitzt sie nicht herum und bläst Trübsal, sondern hat sich etwas einfallen lassen, wie sie sich selbst erfahren kann.

fraktale gifDie Quelle erfährt sich selbst durch einen Mechanismus der Fragmentierung in getrennte Bewusstseinsebenen. Sie sendet fraktale Anteile ihrer selbst aus, die sich auf eine Erfahrungsreise der Individualisierung begeben. Um Erfahrungen machen zu können, braucht sie dafür ein “Kleid” – das ist die Seele. Als Seele wiederum stellen wir uns die menschliche Persönlichkeit zusammen, beleben sie und liefern die spirituelle Komponente. Wir alle sind diese fragmentierten Bewusstseinsebenen der Quelle – die Funken aus der Quelle. Das ist unser innerster Kern, die höchste Ebene des Selbst.

Wir sind göttliche Anteile in einer Seelenerfahrung. Und sind eine Seele, welche individualisierte, menschliche Erfahrungen macht. Und wir sind der Mensch in einer spirituellen und menschlichen Erfahrung.

Wir sind DAS ALLES. Und zwar gleichzeitig – es gibt niemanden anderen.

Es gibt kein Ego

Es gibt keine Illusionen, jede Erfahrung ist real.

Identifikation ist ein essentieller Bestandteil jedweder Erfahrung. Ohne Identifikation kann es keine Erfahrung geben.

Wir sind Schöpfer und spielen mit Identitäten. Wir tanzen mit der Dynamik, die zwischen einem Ich und einem Du – zwischen mir und jemand anderen entsteht. Aber um das erleben zu können, muss diese Identität echt sein und du musst dich damit identifizieren können. Sie muss mit Leben gefüllt werden – das bedeutet, mit dir selbst. Die menschliche Identität ist keine Illusion, sie ist eine Schöpfung. Und sie wird gelebt. Am Ende ist es immer dasselbe Ich in allen, aber jedes erfährt sich anders. Gibt dem Leben oder den Umständen andere Bedeutungen. Macht andere Erfahrungen, bringt andere Ideen oder Möglichkeiten ein.

“Okay, wow.” sagte Anton. Und neugierig fügte er hinzu: “Wer bist du eigentlich? Du kommst mir irgendwie bekannt vor ..”

“Das will ich schwer hoffen, mein Lieber. Ich bin du und du bist ich. Genauer gesagt, ich bin dein größeres Ich. Ich bin die Ganzheit der Seele Anton. Und nachdem du deine menschliche Erfahrung so überaus bemerkenswert integriert hast, wird es Zeit nach Hause zu kommen. Dich wieder mit deinem Ganzen zu vereinen.”

Anton erschrak zutiefst bei diesen Worten. Gerade eben hatte er sich selbst wiedergefunden und jetzt sollte er das wieder aufgeben? Damit war er absolut nicht einverstanden. Er wollte heftig dagegen protestieren, aber bevor er etwas dazu sagen konnte, fühlte er sein ganzes Bewusstsein nach Innen gezogen. Hin zu seiner eigenen Mitte. Überrascht fragte er sich – wie kann ich mich in meine eigene Mitte gesogen wahrnehmen, wenn ich doch gerade so perfekt in meiner eigenen Mitte gewesen bin? Mehr Mitte gibt es doch nicht ..             

Anscheinend doch. Plötzlich kam es zu einer Art Verengung, wie wenn er durch ein Nadelöhr hindurchfließen würde. Und dann wurde er bewusst-los, er fühlte nichts, nahm nichts mehr wahr, um gleich darauf in einer ekstatischen Gefühlsexplosion zu erwachen. “Ahahahahahaha”, brach es schallend lachend aus ihm heraus. Er konnte sich kaum mehr einkriegen vor lachen. “Oh Junge, so viel unnötige Angst. So viel sinnloser Ballast.”

Hier war er wieder, der ganze Anton. Natürlich war das nicht sein Name, er war einer von sehr, sehr vielen Namen, welche er alle gelebt hatte. Aber wen interessiert’s? Es war alles da, jedes Quäntchen gelebter Erfahrung. Und er wusste, dies war die Art von Einheitserfahrung, die er als Meister Anton wirklich gesucht hatte.

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Er schaute auf die Szene vor ihm, sah den idyllischen See wieder, den Engel der Erleuchtung und den Engel des Mitgefühls. Er fühlte das enge Band von alter Freundschaft und Kameraderie, das ihn mit ihnen verband.

“Halle Jungs. Danke, dass ihr mich so durch die Mangel gedreht habt!”

“Dafür sind Freunde da”, erwiderte der Engel der Erleuchtung lächelnd.

Die große Seele Anton seufzte und sagte: So wie ich das sehe, bin ich diesmal über die selben Stolpersteine gefallen, wie letztes Mal.”

Die beiden Engel lachten vergnügt. “Ja, bist du”, sagte der Engel der Erleuchtung. “Aber hey, lassen wir die Kirche im Dorf. Niemand hat es bisher öfter verkackt als ich. Ich bin quasi der Rekordhalter im vergeigen, aber genau deswegen habe ich den Job als Engel der Erleuchtung bekommen. Weil niemand mehr darüber weiß, als ich. Erfahrung schlägt alles. Aber es war damals auch eine andere Zeit auf der Erde und es war viel schwieriger als heute, Erleuchtung zu verstehen. Das menschliche Nervensystem konnte mit Erleuchtung noch nie besonders gut umgehen. Und so ist es nicht besonders schwer, zu stolpern. Inzwischen glaube ich, kann das besser verdaut werden und deswegen hätte ich einen Vorschlag für dich:

Was haltest du davon, beim nächsten runtergehen erneut Erleuchtung zu erfahren – aber auf die alte, mehr nachhaltige Art? Um danach ein Buch zu schreiben, mit dem Titel: 

“Erleuchtung ist nicht genug: Der nächste Schritt”         

Damit das nicht wieder auf Nebengleise abdriftet, werde ich während der gesamten Inkarnation eng mit dir Verbindung halten und dir das Buch durchchanneln. Irgendjemand muss da runter, den Saustall aufräumen und die Verirrung beenden. Ich denke, gemeinsam wären wir die besten Kandidaten dafür. Wir erklären ihnen – okay, Erleuchtung ist ja ganz nett und so. Du hattest einen kleinen Einblick in das große Mysterium, aber jetzt komm klar damit und lebe dein Leben. Kein Grund, sich besonders zu fühlen.”

“Ich glaube, das würde ich sehr gerne machen”, sagte die große Seele Anton. “Aber jetzt brauch ich erstmal ne kleine Pause.”

“Aber natürlich. Ich schätze, das bedeutet, wir beide haben einen Deal.”  

Der Meister des Mitgefühls verwandelte sich erneut in die Mickey Maus, schob sich eine dicke Zigarre zwischen die Zähne und sagte: “Ich liebe diesen “let’s bring the band back together Scheiß ..”

Sie fielen in ein gemeinsames Gelächter ein. Alles war gut – wie immer.

Until next time same station

Teil 1: https://stevenblack.blog/2019/06/24/der-engel-der-erleuchtung/

In eigener Sache

Im Oktober 2019 wird eine neue CoReOn Gruppe entstehen und es sind noch ein paar Plätze dafür frei. Die CoReOn Seelenschule richtet sich an reife Menschen, die dort, wo sie leben und wirken, bewusst und hochwirksam ihre Seelenentfaltung gestalten wollen und an einer größtmöglichen Weiterentwicklung ihrer menschlichen, emotionalen, mentalen und spirituellen Reife interessiert sind.

Wir rufen im CoReOn Menschen zusammen, die verstehen, dass ihnen das Leben nicht einfach so passiert, sondern antwortet – auf ihre Gedanken, Gefühle, Entscheidungen, Handlungen, Werte und Ziele. Wenn dieser Artikel dich vielleicht dazu inspiriert, mehr für deine spirituelle Entwicklung zu tun, dann könnte dies eine Gelegenheit für dich sein. Wir nutzen Aufstellungen, innere Personen Theorie, energetische Arbeit an den Chakren, Fühlarbeit und Körperarbeit. Die Leiterin der CoReOn Seelenschule ist Renate Hechenberger und ich arbeite dort auch mit. Ich stehe jederzeit für Fragen zur Verfügung und unterstütze den Prozess. Außerdem bin ich für das leibliche Wohl der Gruppen verantwortlich – ich koche das Essen.

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© Steven Black

Alle selbstgeschriebenen Artikel auf meiner Website dürfen bei Nennung des Autors und Linksetzung der Website, gerne rebloggt und weiterverteilt werden. Ausgenommen davon sind Gewerbliche Interessen, wie etwa einen dieser Artikel in diversen Medienpublikationen zu veröffentlichen. Dies bedarf der Genehmigung des Autors.

 

 

13 Kommentare

  • Ich schreibe, bevor ich lese, haha.
    Nämlich: Ich habe mich auf die Fortsetzung gefreut, und jetzt fall ich drüber her.

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  • Herr Steve, Sie haben sich selber übertroffen. Eins. Summa cum laude. Setzen Sie sich.

    Was du schreibst, hat direkten Bezug zu wichtigen Stationen in meinem Leben. Ich teile deine Sicht darauf.

    Das Einzige, womit ich meine Mühe habe ist das Bild von Gott, der die Schöpfung dazu schuf und dazu braucht, um sich selber zu erfahren. Dies Modell ist zwar hübsch, doch, ach, ich weiss nicht, ich habe einfach keine Verwendung dafür. Wenn Gott Gott ist, so braucht er null nix, denn er ist alles.

    Nochmal. Aus meiner Sicht meisterhaft dargestellte Wirklichkeit, was du da in den zwei Folgen hingelegt hast, Bruder Steve.

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    • Ich danke dir, Thom Ram. 🙂

      Wenn Gott Gott ist, so braucht er null nix, denn er ist alles.

      Wer weiß das schon, vielleicht ja, vielleicht nein. Is nicht wirklich wichtig, oder?

      lg,

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      • Tja, wichtig wird es demjenigen sein, dem es wichtig zu scheinen scheint.
        Psst, nur unter uns,
        öffentlich sage ich das nicht,
        die Leute würden mich in die Klabse stecken.
        Weisst, ich telefoniere immer mal mit dem Chef, und er hat mir persönlich in mein rechtes Ohr gesagt, dass er rundum zufrieden sei mit seinem Existieren, dass er sich köstlich amüsiere über die Idee der Menschen, dass er sie gemacht habe, um „sich selber zu erfahren“.

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  • FInde es sehr gut geschrieben, dass wäre doch ein Buch wert. Tja, die Erleuchtung, viele stellen sich weiß Gott was darunter vor. Da merkt man halt das der Autor in seinem Leben viele Erleuchtungen hatte, als ich das so durchlas…… macht alles Sinn im Leben, danke dafür!

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  • Pingback: Der Engel der Erleuchtung | THE INFORMATION SPACE

  • Ich liebe Geschichten und diese hat gerade dazu geführt, dass mein Nachmittagskaffee kalt wurde … weil ich unbedingt wissen wollte was Meister Anton erlebt …

    DANKE Steven. So cool, so erleuchtet, äh meine einleuchtend, erleuchtend … ach was, einfach COOOOOLLL auf den Punkt gebracht in einer humorvollen, tollen Geschichte … Einziger Punkt, war etwas neidisch das der Engel des Mitgefühls einen Joint hatte … hahahahaha…

    Herzlich, Michèle Pellegrini

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  • Alles ist eins und individuell, so gesehen macht Gott uns nicht, er ist und seine Fünkchen sind. So erfährt Gott sich durch sich wie die Seele sich durch sich erfährt. Sie sind verschieden und gleich, so erfahren sie sich im Paradox und erschaffen sich, erfahren sich, sind sich Kind, Mutter und Vater, alle sind sie Schöpfer.
    Mich berührt das Ich bin Du und Du bist Ich, als reale Erfahrung kenne ich das nicht. Beim Gefühl der Enge, mehr in meiner Mitte als in der Mitte geht nicht, hmm 🤔.
    Das sind mir mal Reisen auf die Du uns mitnimmst, schön wirklich schön, lieber Steven, gracias 🙏 Isabella

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  • Eine kraftvolle Erfassung,

    …da erwächst dem Vehältnis von Zelle zum Körper wie Atom zur Struktur , dem Geist göttlich….

    Wohl wahr, alles was ist, ist Schöpfung, wirkend, während und wesentlich –
    in sich und durch sich und über alles.

    ReAlität scheint mir Medium, worin der Wesentlichkeit nach, durch Wirklichkeit, entsprechend währt….
    – Wahrheit

    Danke deiner fantasiereichen, sinnlichen Beschreibung.
    Allegorien, Geschichten, Gleichnisse vermögen, wohlgefasst ihrer Bildhaftigkeit, wundersame
    Sichtweisen/Räume spielend zu öffnen.

    Inspirierend, wie dir hier Ausdruck – in und aus, über sich hinaus während.

    Welcher emotionalen charakteristika (Wesen, Anteil, …Einheit) würdest du dem Gefühl nach dem
    „alles was ist“ beschreiben?

    Gahabt euch wohl

    lg

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    • Hi Remo

      Welcher emotionalen charakteristika (Wesen, Anteil, …Einheit) würdest du dem Gefühl nach dem
      „alles was ist“ beschreiben?

      Alles was ich dazu sagen könnte, wäre falsch. Alles-was-ist ist Alles was ist – der Versuch das einzugrenzen oder zu spezifizieren, kann nicht Alles-was-ist-entsprechen.

      lg,

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      • Hallo Steven

        …vielleicht ist aber gerade eben jede Antwort sinnig..

        …mir erscheint; Sinnlichkeit

        die Sinne
        der Sinn
        das sinnliche

        Körper, Geist, Seele
        fühlen, verstehen, handeln
        Wahrnehmung, Definition, Bewusstsein
        weiblich, männlich, kindlich

        Es scheint, sie ist allem in sich und ist einem jeden entsprechend Attraktion/Repulsion…
        Bewegend ihr naturell, aus sich, in all mögliche Richtungen.

        So alles seinen Sinn hat, selbst der Unsinn…

        …zwischen „…let’s bring the band togheter“ – „but we dont talk about this, and that, and that…“,
        möglicherweise sinnfremd.

        lg

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