Die Krisentagung

geschrieben von Steven Black:

“Entschuldigung, Entschuldigung – darf ich mal vorbei? Danke. Entschuldigung, ich müsste mal da durch.” Michael hastete zwischen den umher stehenden Leuten vorbei und blickte sich suchend um. Ein Erzengel zu sein war eigentlich eine Sache von Bedeutung, aber an diesem Ort war auch er nur einer von vielen Wesen, allesamt bedeutsame Persönlichkeiten. Wo man ihm sonst, alleine wegen seiner Erscheinung und Rang Platz machen würde, musste er sich hier selbst Platz schaffen. Und er hatte es eilig, weil er etwas spät dran war. “Entschuldigung –  vielen Dank.”

Michael versuchte sich im Saal zu orientieren. Der “Raum der großen Zusammenkunft” war darauf ausgerichtet, alle Beteiligten daran zu erinnern, dass es sich um Angelegenheiten des Planeten Erde handelt. Daher war der Raum ähnlich aufgebaut, wie ein großes Auditorium auf der Erde. Konvex in seiner Struktur, aufgeteilt zwischen einem Dreiviertel Halbrund und dem gegenüberliegendem Podium des jeweiligen Sitzungsleiters. Hinter dem Podium war eine riesige Leinwand, auf der man bestimmte Vorgänge von Interesse projizieren konnte.

“Hey, Michael, hierher.” Sein suchender Blick schweifte über den Saal, wo er seine Freunde, Raphael, Uriel und Gabriel entdeckte. Okay, schien also links oben zu sein. Bei seinen Freunden angekommen, erlaubte sich Michael ein erleichtertes Seufzen. “Hallo Leute. Ist ja ziemlich voll heute, wie?”

“Ja”, antwortete Raphael, “das sieht man wirklich nicht alle Tage.” Eine Delegation nach der anderen, ließ sich auf ihren Sitzplätzen nieder. Gesprächsgeflüster, interessierte, neugierige und besorgte Mienen überall. Es war alles zusammengekommen, was Rang und Namen hatte und von Bedeutung, bei diesem speziellen Anlass war. Überall sah man prächtige Zeremonie Kleider mit diversen Insignien, auch die Erzengel selbst hatten sich dem Anlass entsprechend gekleidet. All das drückte der Zusammenkunft den Stempel “wichtig” auf.

Und wichtig war es tatsächlich, dachte Michael. Er und die Fraktion der Erzengel hatten – mit vielen anderen, wichtigen Persönlichkeiten – für dieses Treffen geworben. Michael sah Bewegungen auf dem Platz des Sitzungsleiters und flüsterte seinen Freunden zu: “Es geht los, Leute ..  .”  

Als er die Figur erkannte, die diesmal durch das Thema führen würde, nickte er anerkennend. Etwas überraschend, dachte er. Aber es ergab Sinn, ausgerechnet St. Germain den heutigen Vorsitz zu übertragen. Nicht nur war er weise, hatte persönlich mehrere Jahre auf der Erde gelebt und war gleichzeitig bedächtig, wie auch abenteuerlustig. Seine langen Haare zu einem Pferdeschwanz gebunden, schritt St. Germain zum Pult und musterte mit einem ernsthaften, aber dennoch entspannten Blick, die versammelte Menge vor ihm. 

“Willkommen, Freunde. Ich grüße euch. Viele Gesichter sind heute hier, die ich regelmäßig die Freude habe zu sehen. So manche schwierige Lage haben wir schon diskutiert. Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch unsere Freunde von den Plejaden, Sirius, dem Orion, die Arcturianer und die Hathoren begrüßen. Sie haben ein spezielles Interesse, bei Angelegenheiten die Erde betreffend mitzureden. Und  Ich weiß, ich bin nicht unbedingt die persönliche Wahl von euch allen gewesen. Aber seid euch gewiss, ich werde mein Bestes geben, um alle Stimmen und Einwände, wie auch Vorschläge, zu beachten. Nicht dass es im Vorfeld bereits genug Beschwerden, gut gemeinte Vorschläge oder Ratschläge gab. Aber heute werden wir darüber diskutieren und einige Entscheidungen dazu treffen. Nun denn, bitte setzt euch. Die Sitzung ist hiermit formell eröffnet.”

St. Germain setzte sich an sein Pult, öffnete einen dicken Ordner und blickte ein paar Sekunden Gedankenverloren vor sich hin. Dann räusperte er sich.

“Wir schreiben das Jahr 2020 auf der Erde – das Jahr 8, seit 2012. Und wie wir wohl alle sehen können, liegt man auf der Erde weit hinter dem ursprünglichen Fahrplan zurück. Momentan herrscht dort so viel Chaos, Hysterie, Angst und Verwirrung, dass einige Nachbarplaneten dazu übergegangen sind, “Lärmschutzwände” zu errichten, um das laute Getöse und die riesigen emotionalen Wellen zu absorbieren, die von der Menschheit erzeugt werden.”

St. Germain machte Augenkontakt mit Michael, während er weitersprach.

“Mir liegen auch Meldungen der Erzengel vor, die von einem noch nie dagewesenen Ansturm an Bittgebeten, verzweifelten Hilferufen und Forderungen nach einem Eingriff sprechen. Ist das korrekt, Erzengel Michael?”

Michael ließ sich seine Überraschung nicht anmerken, dass St, Germain ihn persönlich ansprach. “Das ist korrekt, Vorsitzender Germain. Neben all den üblichen Bitten um einen Partner/Partnerin, Geld, Berufsmöglichkeiten oder freie Parkplätze, bittet man uns derzeit verstärkt um Hilfe, um wahlweise “die dunkle Kabale”, die “Neue Weltordnung” oder den “Deep State” zu beseitigen.”

Michael wartete, bis das erheiterte Gelächter im Raum abgeklungen war und sagte trocken:

“Wie ich sehe, versteht ihr alle die Ironie an der Situation. Leider hilft uns das nicht, die Lage zu entschärfen.”

“Nein, das tut es nicht”, pflichtete St. Germain Kopfschüttelnd bei.

“Nun denn, Freunde. Wer möchte als Erstes sprechen?”, fragte er. Als sich ein Arm in der mittleren Ebene bewegte, deutete er in die Richtung und sagte: “Der Abgeordnetensprecher für die Innere Erde hat das Wort.”

“Danke”, antwortete eine leicht kratzende Stimme, die zu einem rundlichen Gesicht mit langem Vollbart gehörte. Der Sprecher trug ein grünes Gewand mit goldenen Insignien, die ihn als Repräsentanten seiner Fraktion auswiesen. “Einige von euch kennen mich. Für die anderen – mein Name ist Orem. Und ich möchte gleich zum Punkt kommen:

Es wurde ja bereits erwähnt, dass einige Planeten Abschirmschilde benützen, um die emotionalen Wellen der Hysterie und Angst zu blocken oder wenn nicht möglich, dann zumindest abzuschwächen. Nun, für mich und die meinen ist das schlichtweg nicht möglich. Wir existieren ja quasi “Haut an Haut” mit unseren Gegenstücken der 3 D Realität. Wir bewohnen nicht nur denselben Planeten, sondern teilen auch den gleichen Raum. Nur eben auf einer anderen Bewusstseinsebene – oder geistigem Zustand. Und zum besseren Verständnis, was das genau bedeutet oder wie sich das für uns anfühlt, habe ich einen kleinen Ausschnitt davon mitgebracht.”

Sobald Orem die quantendigitale Vorrichtung aktivierte, die an jedem Sprechpult angebracht war, verdunkelte sich der Raum etwas und ein Video wurde an die Rückwand projiziert. In einem Zeitraffer Modus konnte man größere Menschenansammlungen sehen, die zuerst wie eine Art Jahrmarktsveranstaltungen wirkten.

Erst bei genauerem Hinsehen konnte man erkennen, dass es sich vielmehr um Demonstrationen handelte. Schilder und große Transparente, auf denen “Merkel muss weg”, “Gib Gates keine Chance”, “Wir wollen Freiheit”, “Die NWO will uns alle vernichten”, “Liebe ist die Antwort”, “5 G ist MINDCONTROLL”, “ Lügenpresse”, “WACHT ENDLICH AUF”, “Wir sind das Volk”, “Werft die Masken weg”, “Denkt nach!”, “Für unsere Kinder”, “Corona ist eine Lüge”, “Mut zur Wahrheit”, “Nieder mit dem Establishment” und viele weitere Slogans waren zu erkennen.

image

Eine Demonstration nach der anderen war zu sehen. Menschen aus allen Schichten der Bevölkerung marschierten zusammen, gegen einen scheinbar ganz klaren, gemeinsamen Feind. Gewaltbereite Schläger, Hippies, Esoteriker, politische Aktivisten, Geschäftsleute, Pensionisten, Frauen mitsamt ihren Kindern, gingen Seite an Seite. Einige Eltern hatten ihre Kinder in die vorderste Reihe gestellt und ihnen Luftballons in Herzchenform in die Hände gedrückt, damit die um Ordnung ringenden Polizisten emotional unter Druck gesetzt wurden. Und damit sie zögerten, die Wasserwerfer auf die Demonstranten zu richten.

An einigen Stellen des Videomaterials kam es zu gewalttätigen Ausbrüchen, wo Molotowcocktails und Steine auf Polizisten geworfen wurden, die zumindest versuchten, die Menge in Schach zu halten. Es kam zu Angriffen auf Journalisten, Geschäftsräume wurden zerstört und Autos demoliert.

“Keine Frage, die Menschen haben es momentan wirklich nicht leicht. Sie haben mit einer Pandemie zu kämpfen und die meisten Länder sind in einem sogenannten “Lockdown”. Diese Maßnahme beinhaltet eine starke Reduzierung sozialer Kontakte. Es wird verlangt, dass man in Räumen einen Mund-Nasenschutz trägt. Man wird aufgefordert, sich mehr als üblich die Hände zu waschen und einen Mindestabstand zu anderen Menschen einzuhalten. Das sind sinnvolle und vernünftige Regeln, die schon sehr alt sind und sich bewährt haben. Schon in den ältesten Hochkulturen, wie in Mesopotamien, kam es zu Seuchen und es musste gelernt werden, damit umzugehen.

Damals wie heute sind es sehr unpopuläre Maßnahmen, die den ganzen Volkszorn auf die Häupter der Verantwortlichen zieht. Durch die Maßnahmen werden die Menschen vollkommen auf sich selbst zurückgeworfen. Plötzlich ist keine Instant Bedürfnisbefriedigung mehr möglich. Die Möglichkeiten sich abzulenken sind stark reduziert. Es bleibt einem gar nichts anderes übrig, als sich mit selbst mehr auseinanderzusetzen. Vom psychologischen Standpunkt ist es also verständlich, dass sie dort unten etwas durchdrehen.

Wie auch immer, wir können die chaotischen Zustände momentan nur aushalten, aber nicht ausblenden. Wir selbst haben leider keine Lösungsvorschläge anzubieten, sind aber offen für Ideen.”

In einem dunklen Rot gekleidet, erhob sich eine große, beeindruckend wirkende Gestalt, blickte etwas Effekthaschend in alle Richtungen und sprach:

“Ich, Abraxal, spreche für den Orion. Während einige Mitglieder sich hier überrascht geben, bezüglich der bisherigen Entwicklung auf dem Planeten Erde, sind wir vom Orion es ganz und gar nicht. Es bestätigt vielmehr unsere langgehegte Überzeugung, dass dieses Experiment mit der menschlichen Spezies ein Fehlschlag ist. So ambitioniert es begann und mit Hoffnungen verbunden, die Menschheit als eine Art Brückenglied zu entwickeln, die viele planetare Gemeinschaften in sich vereint und in deren Samen, die besten Talente, Eigenschaften und genetischen Marker von 12 Sternenvölkern, in deren eigener DNA verbaut wurde, so marginal und enttäuschend sind die bislang eingetretenen Entwicklungen. 

Wir sagen das nicht ohne bedauern. Auch von unserer Spezies trägt die Menschheit genetische Anteile. Aber wir sind Realisten und wir erkennen einen Fehlschlag an, wenn wir ihn sehen. Die Hoffnung, dass die menschliche Spezies Teil der planetaren Gemeinschaft wird, hat sich vollkommen zerschlagen. Sie erkennen nicht die Notwendigkeit, dass nationale Grenzen fallen müssen. Geschweige denn, dass dafür die Grenzen in ihren Köpfen und Herzen abzubauen sind. Vielmehr beobachten wir ein Erstarken nationalistisch orientierter Führungen und eine starke Verengung in ihren Herzen. Sie sind vollkommen blind für die Tatsache, dass in ihrem Inneren ein Krieg tobt, den sie dann ins Außen transportieren.

Immer mehr fallen sie in die alte Trennung zurück und fühlen keine Verbindung zueinander – außer bei bestimmten Interessenslagen oder Ängsten. Da beschwören sie dann plötzlich ein mysteriöses WIR, welches sich vereinigen müsse, um “die da Oben” abzusetzen. Die Idee dieses “WIR” hält dann gerade mal 10 Minuten an, bis die nächste emotionale Welle, ihre Wahrnehmung in eine andere Richtung lenkt. Es gibt kein stabiles WIR dort, kein verstehen, dass man eine gemeinsame Spezies ist und gemeinsam die Verantwortung für den Lauf der Dinge trägt.

Wir sehen die Menschheit immer mehr als eine Gefahr an, und nicht nur für sich selbst. Wenn wir den Planeten beobachten, sehen wir eine katastrophale Umweltzerstörung. Ein unersättliches Konsumbedürfnis bringt sie dazu, die Ressourcen der Erde aufzubrauchen. Es ist, als gäbe es untereinander einen Wettbewerb, wer mehr Schaden an der eigenen Nahrungsquelle verüben kann. Es muss mehr von allem geben, es muss billiger sein, es darf keine Wartezeiten geben und damit einher existiert auch keine Befriedigung oder eine Sättigung des Verhaltens. Und diejenigen, denen das langsam bewusst wird, begnügen sich damit, irgendwelche Politiker oder Industrien als Verantwortliche anzuklagen. Man stelle sich vor, dass die Menschheit irgendwann zu anderen Sternen aufbricht – der Schaden der dabei entstehen wird, für andere Planeten.  

Nein, meine Freunde. Akzeptieren wir doch endlich, dass sich unsere Hoffnungen nicht erfüllen werden. All diese Potentiale von uns allen ist zu viel für nur eine einzige Spezies. Das ist nicht deren Schuld, sondern unsere, die wir so vermessen waren, diese Idee überhaupt zu aktivieren. Wir stimmen zu, dass es eine kühne Vision war und hätten gerne die Früchte davon gesehen. Doch was wir bisher gesehen haben, lässt uns nur einen einzigen Schluss ziehen: Beenden wir die Farce endlich und erlösen diese Seelen, indem wir sie von einer weiteren Fortsetzung befreien, in diese Spezies inkarnieren zu müssen.”

Beifälliges Kopfnicken und murmelnde Gespräche auf den Bänken, begleiteten das Ende seiner Rede. Michael wandte sich an seine Freunde und sagte: “Das ist nicht gut. Gar nicht gut .. “

Als sich der Abgeordnete des Orion setzte, erhob sich die Sprecherin der Plejaden. Sie hatte eine zierliche, anmutige Gestalt, deren innere Kraft sich durch eine klare, kräftige Stimme ausdrückte. 

“Ich bin Alina von den Plejaden. Wir stimmen dem Abgeordneten des Orion darin zu, dass die Erwartungen hinter den Erfolgen zurückgeblieben sind. Ja, sicher – da hätte vieles besser laufen können. Aber wir widersprechen der Vorstellung eines bereits gescheiterten Experimentes. Wir blicken mit großem Mitgefühl auf die Probleme und Herausforderungen unserer Brüder und Schwestern auf der Erde. Sie gehen wirklich durch eine sehr schwierige Zeit – die, wie ich gestehen muss, wir ins diesem Ausmaß nicht vorhergesehen hatten. Die einzigen, die tatsächlich die Voraussicht besaßen, dass sich dies alles sehr viel komplexer gestalten wird als wir alle dachten, sind unsere Freunde, die Hathoren gewesen.

imageSie haben vor allen anderen, die Herausforderungen durch “chaotische Knoten” für die Menschheit erkannt. Wir alle kennen und haben multiple chaotische Knoten während unserer eigenen Entwicklung erfahren. Aber es war nicht absehbar, dass sie diesmal ausgerechnet während  der Aufstiegslinien auftreten werden.

Während unsere Freunde vom Orion die Menschheit scheinbar schon aufgegeben hat und als Fehlschlag bezeichnete, tun wir dies sicher nicht. Das Auftreten chaotischer Knoten führte zu einer Verlängerung des Übergangsstadiums, im menschlichen Bewusstsein – eigentlich allen Bewusstseins. Und die Verantwortung dafür trägt nicht die Menschheit, es liegt nicht innerhalb ihrer Kontrollmöglichkeiten. Sie können die chaotischen Knoten nur “ausreiten” ..

Starke Polarisierung ist ein durchaus üblicher Vorgang, der auftritt, wenn das Bewusstsein einer Spezies in einen Übergangsprozess kommt. Diese extreme Polarisierung, die wir derzeit wahrnehmen, wurzelt nicht alleine in diesem Entwicklungsprozess. Es sind die auftretenden chaotischen Knoten in den Zeitlinien, die sowohl an Zahl und Intensität zunehmen, welche diesen Prozess wie ein Turbobeschleuniger anheizt. Ein Bewusstseinsprozess dieser Art fordert grundsätzlich viele Facetten und Perspektiven der individuellen und kollektiven Wirklichkeit heraus. Das alleine wäre schon sehr schwierig, aber die chaotischen Knoten treiben es so stark auf die Spitze, dass jeder dort unten schwere Probleme damit hat, in seiner eigenen Realität verankert zu bleiben. Es zieht ihnen buchstäblich den Boden unter den Füßen weg .. 

Da chaotische Knoten eine Vielzahl elektromagnetischer Felder miteinander kollidieren lässt, hat das starke Auswirkungen auf die menschliche Gehirnaktivität. Es wirft alle unerlösten, unverdauten emotionalen Inhalte hoch, die seit Äonen in der menschlichen Psyche vorhanden sind. Dadurch ist man nicht mehr wirklich fähig, das wesentliche zu erfassen, geschweige denn es korrekt zu verarbeiten.”

Empört unterbrach der Sprecher des Orion Alinas Rede. “Alina von den Plejaden – was für Dinge werdet ihr noch anführen, um eure Schäfchen zu entschuldigen? Nicht nur führen sie seit Jahrtausenden Krieg gegeneinander, sie gefährdeten bereits zwei Mal, die gesamte Existenz ihrer eigenen Spezies. Zwei verdammte Weltkriege. Wollt ihr auch noch einen Dritten sehen? Was wird eure Entschuldigung dann sein, wenn sie einen nuklearen Winter produzieren? Dass sie nicht genug Schlaf hatten? Einen Mangel an Frusttoleranz? Was? Sagt es mir, Alina!”

“Abraxal vom Orion – mäßigt euren Tonfall”, warnte St. Germain. Erwartungsvoll blickte er Alina an. “Habt ihr eine Antwort für ihn?”

Langsam nickend, erhob Alina ihre Stimme. “Wir haben unsere lang zurückliegende Vergangenheit nicht vergessen, Abraxal vom Orion. Ihr hingegen scheint euch in der Rolle eines über den Dingen stehenden Erhabenen zu gefallen. Dann lasst mich euch daran erinnern, wie ihr selbst noch mit Kriegen beschäftigt wart. Wie ihr eure eigene Gesellschaft dazu erzogen habt, keinen Widerspruch gegen die politisch herrschende Doktrin zu wagen. Und wie ihr versucht habt, diese Doktrin auf andere Planeten auszuweiten. Oder wie ihr damals unsere eigene Zivilisation angegriffen habt. Die Menschheit mag ja ihre Probleme und Konflikte haben, aber sie haben sie nicht auf andere Planeten übertragen.“

“Ja, BIS jetzt noch nicht! Und nein, wir haben unsere unrühmliche Vergangenheit nicht vergessen. Es ist aufgrund der Tatsache, dass die Menschen einiges von unserer kriegerischen Energie mitbekommen haben, unsere Befürchtung, dass sie diesen Abschnitt wiederholen könnten.”

“Verstehen wir das jetzt richtig, Abgeordneter? Weil ihr damals so gehandelt habt, fürchtet ihr nun, die Menschheit könnte denselben Weg gehen? Das ist .. “

Fortsetzung kommt am Freitag ..

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© Steven Black

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12 Kommentare

  • Einfach zum Schmunzeln und doch sehr tiefsinnig 🙂

    Gefällt 1 Person

  • Steve, säße ich annem Schweizerstammtisch, ich würde nen tiefen Schluck nehmen, hart aufsetzen, lachen und sagen: „Uhuere saumässig guet.“

    Und du bist gemein. So gespannt auf deine Fortsetzung war ich seit den Fortsetzungsgeschichten in Micky Maus in den Fuffzigern selten.

    Und ich lerne dein Bild von unserer Welt durch deine Geschichte näher kennen. Da du einer von denen bist, für die ich mich interessiere, sage ich: Danke!

    Bis hierher amüsiert mich deine Eingebung, ich bin im Einklang. Mach mir in der Fortsetzung bloß keinen Seich, sonst müsste ich böse werden.
    Love.

    Gefällt 1 Person

  • Witzig mit Tiefgang, schön zu lesen….

    Zitat: „….
    Durch die Maßnahmen werden die Menschen vollkommen auf sich selbst zurückgeworfen. Plötzlich ist keine Instant Bedürfnisbefriedigung mehr möglich. Die Möglichkeiten sich abzulenken sind stark reduziert. Es bleibt einem gar nichts anderes übrig, als sich mit selbst mehr auseinanderzusetzen“ …

    Das ist das Positive an dieser „Krise“ , die man ja auch als eine spirituelle Übung betrachten kann.
    Kann es nicht auch sein, dass sich eines Tages die ganze fürchterliche verordnete Corona-Hysterie sogar als ein Segen für die Entwicklung der Menschheit erweisen wird? Dafür gibt es durchaus Anzeichen:

    -Es ist etwas in Bewegung gekommen in dieser erstarrten Konsum-Gesellschaft,
    -viele Menschen stellen sich und ihr Leben auf den Prüfstand,
    -denken über neue Wege des Lebens nach, über Leben und Tod,
    -sie widmen sich intensiver ihren Kindern, ( manchmal allerdings notgedrungen….)
    -der Familienzusammenhalt wird gefördert, Freundschaften wertgeschätzt,
    -die Umwelt hat die Chance, sich etwas zu erholen und
    die Menschen lernen, die Natur wieder mehr zu schätzen.

    Vielleicht ist nur etwas Geduld nötig , um den Übergang in ein besseres Zeitalter voller Menschen , die bewusster handeln und leben, gelassen und ohne vorschnelles , abschließendes Urteil , zu erwarten.

    Liebe Grüße von Angela

    Gefällt 2 Personen

  • Wie Angela schon mit ihren Worten zum Ausdruck brachte ,kann man aus jeder nur erdenklichen Situation ,
    welche das Leben für uns bereit hält und sei sie noch so übel einen positiven Aspekt abgewinnen
    in dem man seine herkömmliche Denkweise in Frage stellt und in eine andere perspektive und Richtung lenkt.
    Und ,dass hat seine Gültigkeit auf alles im Leben eines Menschen .Wenn ich erkenne ,ob aus Erfahrung
    oder aus der Intuition heraus ,dass Gegebenheiten mir und meinem eigenen Wohlbefinden nicht gut tun,
    was auch immer es ist, dann ändere ich mein Verhalten meine Ansicht und mein Willen um mit mir selbst
    und meinen Mitmenschen wieder im Einklang zu sein.
    Was auch immer ich tue ,im positiven als auch im negativen Sinne mit all sich daraus ergebenen Resultaten
    lang oder kurzfristig ich selbst bin zum sehr großen Teil davon selbst dafür verantwortlich.
    Das wider um setzt aber eigenes Denken ,Erkenntnis ,Selbstdisziplin und Bewusstsein über sich selbst voraus
    Hat man diese Eigenschaften erst mal verinnerlicht ,dann ist man auch gegen fast gegen jegliche Manipulation
    von anderen Menschen und ihren Machenschaften im negativen Sinne gefreit oder befreit .In dem Sinne
    umgebe unter unterhalte sowie Diskutiere ich gerne mit Menschen welche ,das verstanden haben sich ebenso
    auf der gleichen Frequenz befinden…..Und unabhängig vom „Alter“ eines Menschen ,lasse ich mit heute noch mit
    mit vernünftigen und fundamentierten Argumenten eines besseren belehren ,denn alle Sichtweisen und Perspektiven
    trotz meiner fast 70 Jahre sind mir auch jetzt noch vorenthalten –

    Gefällt 2 Personen

  • Pingback: Gemisch von Satire und Weisheit gefällig? / Die Krisentagung“ von Steven Black « bumi bahagia / Glückliche Erde

  • Steven, zwei Infos.
    Ich wollte auf „Krisentagung II“ kommentieren. Wurde abgewimmelt, das gehe nicht.
    Ich wollte dir dies unter „Kontakt“ mitteilen. Kam Antwort, dass der von mir getätigte Link „Kontakt“ abgelaufen sei.

    Der überraschende Auftritt auf Teil II ist gelungener Coup. Und dass er übernimmt, haha, prima. Teil der Kraft, die….

    Jo, ich habe dich auf bb verlinkt. Also nicht dich. Deine Krisenfonkerenz.

    https://bumibahagia.com/2020/11/28/gemisch-von-satire-und-weisheit-gefallig-die-krisentagung-von-steven-black/

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  • Also ich frag mich gerade, in welcher Welt lebt und befindet sich gerade der Autor dieser Geschichte. Meine Welt ist das nicht. Bei ihm scheinen ja gerade chaotische und lebensbedrohliche Zustände herrschen, äußerst dramatisch. Mein herzliches Beileid an den GeschichteSchreiber.

    In meiner Welt ist das Recht auf Meinungsäußerung und Demonstrationen als Gesetz geschrieben und verpflichtend, wird jedoch von Machthabern, Machtmaklern und Geschäftemachern ungestraft und missachtend mit verlogenen heuchlenden einseitigen Begründungen und unbewiesenen Horrormeldungen von lebensbedrohlichen Angriffen von „Nationaler Tragweite“ eines bis Anfang diesen Jahres vermeintlich unbekannten mordlustigen Feindes namens Corona-Erreger-Virus, 24 Stunden täglich auf allen Sendekanälen verkündet, gerechtfertigt, die Menschen ignorierend und gewalttätig angreifend, die es für sich geltend machen. weil sie den Horrormeldungen mit ausgewogenen Begründungen keinen Glauben schenken.

    Auch äußerst dramatisch, nun gilt das Beileid mir selbst…..

    Wie dem auch sei, beide Geschichten beinhalten dramatische Geschehnisse, die sich wahrscheinlich auf eine Schlacht(-ung) zu spitzen, oder nicht wahr?

    Wir werden sehen, nicht wahr oder?

    Ich bin jedenfalls auch gespannt auf die Fortsetzung der GeschichtsErZählung deiner Welt.

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  • Hi Steven,
    ich verfolge deine Blog ja schon mehr als zehn Jahre und ich stelle fest, ich habe mich verändert und der Blog auch.

    Nach dem lesen dieses Eintrags stellen sich mir ein paar Fragen, die ich dir gerne stellen möchte:
    Denkst du nach wie vor, dass Plejaden, usw. irgendwo im Hintergrund sind und uns dabei zusehen wie wir uns hier abmühen?

    Warum schreibst du in beinahe abfälligem Ton über die Menschen die auf Demonstrationen gehen? Sollte es nicht möglich sein andere Meinungen zum Ausdruck zu bringen? Soll man politische willkür einfach über sich ergehen lassen? Ist es nicht ok, das gängige Narrativ in Frage zu stellen?

    Ich muss ehrlich sagen ich bin etwas verwundert.

    Alles Liebe!
    Vae

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    • Hi Vae

      Denkst du nach wie vor, dass Plejaden, usw. irgendwo im Hintergrund sind und uns dabei zusehen wie wir uns hier abmühen?

      Gute Frage – die Antwort ist jaein.
      Nein, in dem Sinne, dass ist nicht glaube, irgendeine Spezies würde nichts besseres zu tun haben, als uns zuzusehen.
      Ja, in dem Sinne, dass ich tatsächlich davon überzeugt bin, dass es einzelne Individuen verschiedener Spezies geben mag, die neugierig und vielleicht auch interessiert die Fortschritte beobachten, die hier passieren oder nicht.

      Aber als eine Art Aufhänger in der Kurzgeschichte fand ich das passend.

      Warum schreibst du in beinahe abfälligem Ton über die Menschen die auf Demonstrationen gehen? Sollte es nicht möglich sein andere Meinungen zum Ausdruck zu bringen? Soll man politische willkür einfach über sich ergehen lassen? Ist es nicht ok, das gängige Narrativ in Frage zu stellen?

      Ich bin selbstverständlich ein Befürworter von Demos oder das ausdrücken anderer Ansichten. Sie sollten allerdings schon etwas Sinn machen. Aber was da momentan bei den „Corona Demos“ abgeht, das macht mich sauer. Da du schon lange hier liest, weißt du auch, dass ich mich intensiv mit den Themen auseinandersetze. Und so ist das auch bei den Demonstrationen und den Hintergründen dazu. Was ich gelernt habe, ist, dass all diese Demos von rechtskonservativen Kreisen organisiert wurden und von Neonazis durchzogen sind. Wer gegen eine Weltherrschaft von Bill Gates und eine vermeintliche Zwangschippung demonstriert oder in Zeiten einer weltweiten Gesundheitskrise über „politische Willkür“ lamentiert, weil man gezwungen ist, temporär eine Maske zu tragen und dagegen auf die Strasse geht, hat in meinen Augen nichts begriffen. Da stehen junge Menschen auf Redebühnen und vergleichen sich mit Anne Frank oder Sopie Scholl, weil sich im Moment gesellschaftliche Regeln ändern.

      Diese „politische Willkür“ ist so schlimm, dass sie diese Art von Demonstrationen erlaubt. Anne Frank musste sich verstecken und lebte tagtäglich in Todesangst. Die Geschwister Scholl riskierten täglich ihr Leben für ihr Engagement in der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“. Wer sich heute da hinstellt und solche Vergleiche zieht, während er auf einer ordentlich angemeldeten Demo frei jeden Mindfuck aussprechen darf, da fehlt mir total das Verständnis. Gleichzeitig ist mir natürlich bewusst, dass diese Menschen fehlinformiert, bzw. desinformiert sind.

      Mir entgeht im übrigen nicht die Ironie an der Sache, dass ausgerechnet ich, unsere Regierungen verteidige, wie sie bisher mit der Krise umgegangen sind. Ich fühl mich da wie im falschen Film ..
      Sicher, da mag vieles verbesserungswürdig sein, aber Willkür sieht anders aus.

      Weisst du, es gäbe einige Themen, worüber ich gerne Demonstrationen sehen würde. Nehmen wir beispielsweise „Friday for future“ – die können nur träumen von 50 000 Teilnehmern, wie bei „Querdenken“ Demos. Sehen wir etwa Demos gegen Altersarmut? Für eine Anhebung des Mindestlohns? Es gibt so viele Themen von Ungerechtigkeit und gesellschaftliche Mängel, aber die schaffen es nicht einen Protest auf die Strassen zu bringen. Aber gegen eine angebliche Panikmache, wegen eines „harmlosen Virus“, gegen eine vermeintlich angestrebte Impfpflicht, gegen den Einschnitt in irgendwelche Grundrechte, gegen eine angeblich bedrohte Meinungsfreiheit, gegen die Maskenpflicht, gegen eine vermeintliche “Corona Diktatur”, gegen eine “Neue Weltordnung” durch Bill Gates und vieles mehr – das bringt Leute auf die Strasse? Kannste dir eigentlich nicht ausdenken, sowas ..

      Oder wie ich in Viren und Krisen geschrieben hatte:
      „Einer Jugendbewegung für Umweltbewusstsein, “Friday for future”, begegnet man mit “Friday for Altersarmut” (rechtsextreme Gruppierung). Erneuerbaren Energieformen, wie etwa Windrädern, die regenerativen Strom erzeugen, begegnet man mit “aber sie töten unschuldige Insekten”. Wenn du irgendwo, in einer x-beliebigen Zeitung liest, dass rechtsextremistische Gewalttaten im letzten Jahr wieder gestiegen sind, brauchst du nicht lange zu warten, bis irgendjemand kommentiert “hey, und was ist mit den linken Gewalttaten?” Einer Frauenbewegung wegen sexuellem Missbrauch und Gewalt, begegnet man mit dem Argument, es gäbe ja doch auch Missbrauch von Frauen gegen Männer. Einer afroamerikanischen Bewegung gegen Polizeibrutalität und strukturellem Rassismus begegnet man mit “und was ist mit dem Rassismus gegen Weiße?” Besonders tief blickend – “was ist mit dem Rassismus gegen Deutsche?”

      Was stimmt eigentlich nicht mit uns?“

      Tja, große Verwirrung überall. Mir ist selbstverständlich klar, dass die Mehrheit der Demoteilnehmer weder rechtsextrem noch sonstwas sind. Aber sie lassen sich von genau diesen Gruppierungen verarschen und lenken, die seit Jahren alle mögliche sozialen Themen benutzten, um einen Fuß in die gesellschaftliche Türe zu bekommen. Durch Corona ist ihnen das gelungen. Und ganz ehrlich, ich finde es super anstregend, dies alles zu beobachten.

      Liebe Grüße
      Steven

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